Lucanus – wie es wirklich war! In der Tradition der Schlüsselereignisse träumt Barsam ja oftmals, wie die Situation WIRKLICH hätte ablaufen sollen: Der Himmel verfinstert sich, Sturm zieht auf und Blitze zucken vom Himmel. Ein Erdelementar gräbt sich aus der Erde und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Durch die aufbrechende Erde wird Barsam, gerade noch einen Hieb gegen das Elementar geführt, 15 Meter weit durch die Luft geschleudert, doch er landet geschickt auf beiden Füßen, das Katana in seiner Hand. Um sich herum kämpfen seine Freunde gegen Dämonen. Inmitten dieses Chaos betritt Lucanus die Szenerie. Euphorisiert durch seine drei siegreichen Kämpfe gegen Barsam und zuletzt auch Tyche, bei denen er nicht mal einen Kratzer hinnehmen musste, schlendert er lässig zum Kampfgeschehen. Barsam ist halb taub durch sein verkrüppeltes Ohr, seine drei (!) schmerzhaften Wunden machen ihm zu schaffen und hindern ihn daran sein volles Potential zu nutzen. Er erkennt, dass er allein gegen Lucanus nur mit äußerst viel Glück bestehen kann. Wenn seine Freunde ihm beiseite stehen würden, dann würden seine Chancen erheblich steigen. Er begibt sich zwischen Tyche und Salva und beordert sie an seine Flanken. Auf drei sollen sie zuschlagen, wenn alle drei bereit sind, verkündet er lautstark. Salva reagiert sofort, ignoriert die drei Dämonen die sich mit ihr einen verbitterten Kampf liefern und tritt wehrhaft an Barsams rechte Flanke „EINS BEREIT“ ruft sie laut. Barsam umfasst Ori Kuro mit der letzten Kraft die ihm bleibt. Sein Plan steht fest „Bringt ihn aus dem Gleichgewicht und dann auf DREI zuschlagen! ZWEI BEREIT!“ ruft er mit fester Stimme. Wohlwissend dass die nächsten Herzschläge über Sieg oder endgültigen Tod entscheiden werden gehen seine Gedanken kurz zu Abeni und Jina und bleiben dann bei NEITH. Tyche hat zwei Dämonen durch kritische Treffer und Zerspalter vernichtet und tritt ebenso entschlossen an Barsams Seite. In einer fließenden Bewegung und wohlwissend dass ihre Gefährten auf sie warten ruft sie „DREI BEREIT! STIRB LUCANUS!“ und ihr Schwert saust auf Lucanus nieder. Drei Dämonentöter versuchen gleichzeitig den überheblich grinsenden Dämon aus dem Gleichgewicht zu bringen - und scheitern kläglich. Er verzieht seine ohnehin schon hässliche Fratze zu einem grotesken Grinsen und will gerade seinen Hohn und Spott über die Drei ergießen. So wie Barsam es schon mehrfach ertragen musste. Doch drei Angriffe kommen gleichzeitig geführt, die Sinne des Dämons sind geschärft auf Abwehr. Aber irgendwas ist anders diesmal… Barsam schlägt nicht einfach zu. Barsam attackiert nicht ihn – sondern Lucanus Waffe! Zu spät realisiert er, dass Barsam offenbar im Entzweien geschult ist und seine Klinge auch noch zweihändig führt. Innerlich verflucht er sich dafür, dass er ein einfaches Schwert gewählt hat. Da prallen beide Klingen bereits aufeinander obwohl… es ist eher so als schnitte Barsams Klinge durch seine hindurch. Nur noch das Heft mit abgerochener Klinge verbleibt in seiner Hand. Verwirrt und panisch schaut er auf seine nutzlose Waffe. Einem zweiten Angriff von Barsam hat er nun nicht mehr viel entgegen zu setzen. Das erste Mal in all diesen Begegnungen, die man kaum Kampf nennen konnte, bekommt er die Klinge von Barsam zu spüren. Und sie tut richtig weh! Aber er übersteht ihre Wirkung.
Lucanus kurze Freude weicht aber sofort blankem Entsetzen als er einen weiteren Angriffshagel von Tyche und Salva über sich ergehen lassen muss. In kürzester Zeit, so dass er nicht mal die Zeit hat etwas zu sagen oder zu denken, und in denen er verzweifelt versucht mit blanken Armen und zerbrochenem Schwert zu parieren, realisiert er dass er hier untergehen wird. Es ist nur ein Herzschlag in dem sein Geist ihm „FLIEH!“ zuruft aber sein Körper ist bereits zu geschunden um dem Befehl Folge zu leisten. Mit ungläubigem Gesichtsausdruck und ohne ein Wort zu sagen geht er zu Boden, verwandelt sich zurück in seine menschliche Form und liegt zusammengekrümmt am Boden wie ein Häufchen Kot nach einem Morgenschiss. Barsam will aus seinem PERFEKTEN Traum erwachen und stellt fest: DAS WAR KEIN TRAUM! Es ist exakt so passiert wie er es sich erträumt HÄTTE! Er ist tot, Michael! :-) |